Ein Salbeiblatt für den Hals

Salbeiblatt

Bei Halsentzündungen (Angina) ist Salbei ein seit jeher bekanntes Heilmittel. Neben Zucker oder den inzwischen hinreichend als krebserregend bekannten Süßstoffen enthalten aber nur wenige sog. „Salbeibonbons“ auch tatsächlich nennenswerte Mengen an Extrakt aus der Salbeipflanze. Und auch ein künstliches Salbei-Aroma bringt leider keinen wirklichen gesundheitlichen Nutzen.

Eine Salbeipflanze kostet ein paar Euro. Sie ist winterhart und völlig pflegeleicht ohne besondere Ansprüche an den „Gärtner“. An ihr wachsen „Salbeibonbons“ ohne Ende. Mit 100% Gehalt an pflanzlichen Wirkstoffen ohne künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe!

Ein Salbeiblatt abzupfen, zusammenknüllen und ein paar Minuten darauf rumkauen, dann auspucken. Das schmeckt nicht so schön süß wie die Industrieware, bringt aber die volle Wirkung aller Pflanzeninhaltsstoffe in den Rachenbereich. Ohne Nebenwirkungen, Kalorien oder Krebsrisiko.

Für unterwegs lassen sich ein paar Blätter z.B. in einer ausgedienten Bonbontüte mitnehmen 😉

Vorsicht: Schwangere und stillende Mütter sollten auf Salbei verzichten, da er auch wehenfördernde und abstillende Wirkung hat!

Das Fußölritual

  1. morgens warm duschen
  2. am Ende mit eiskaltem Wasser aus dem Duschkopf in immer größer werdenden Kreisen beginnend bei den Innenknöcheln über die vorderen und seitlichen Unterschenkel fahren. Beide Beine abwechseln 2-3 mal übergießen bis maximal zu den Knien.
  3. Füße abtrocknen und einige Tropfen naturreines Öl (z.B. EP-Fußsohlenöl No.018) einmassieren. Dabei kräftig die vorderen Fußsohlenabschnitte und die einzelnen Zehen massieren
  4. sofort warme Socken anziehen

Damit haben Sie ganzen Tag gut durchblutete warme Füße und einen hervorragenden Schutz gegen Erkältungen. Das ganze dauert weniger als ein bis zwei Minuten. Probieren Sie es!

Honig im Kaffee gegen Reizhusten

Am Ende einer Erkältung bleibt oft noch ein quälender trockener Husten übrig. Durch die Entzündung der Schleimhaut in den Luftwegen liegen oft sehr empfindliche Rezeptoren frei, die auf jeden Luftzug empfindlich reagieren und einen Hustenreiz auslösen. Dieser „postinfektiöse Reizhusten“ kann bis zu acht Wochen andauern. Er ist medizinisch nicht bedenklich, aber sehr nervig.

Was hilft?

Am besten bewährt haben sich Ohrakupunktur (nach Lokalisation der wirksamen Punkte, werden diese für 5-7 Tage mit Dauernadeln versehen) und Neuralakupunktur (Quaddeln mit Procain – einem lokalen Betäubungsmittel – im Brust- und Rückenbereich).

Wem das zu umständlich oder zu teuer ist, der kann auch mal seinen Kaffee mit ein bis zwei Teelöffeln Honig trinken. Ärzte der Universität in Teheran haben hierzu eine Vergleichsstudie durchgeführt, in der der Honigkaffee wohl durchaus gute Wirkung zeigte.

[Raeesi MA et al. Prim Care Respir J 2013;22(3):325-330]

einfacher Ingwer-Tee

Schauen Sie beim Einkauf nach den noch etwas glänzenden Ingwerknollen, die sind meist frischer. Nehmen Sie nur soviel Knolle mit wie Sie ungefähr brauchen. Denn auch beim Ingwer gilt: je frischer, desto besser.

  • Schneiden Sie ein ca. 0,5cm langes Wurzelstück ab. Schälen sie es und zerkleinern es in Würfel. Geben Sie etwa einen halben Teelöffel Ingwerstückchen in eine Tasse (ca. 0,2 l)
  • Kochen sie Wasser bis es sprudelt, lassen Sie es 30 Sekunden abkülen und gießen es dann über die Ingwerstückchen.
  • 7 Minuten ziehen lassen.
  • Den Tee kleinen Schlucken trinken solange er warm ist.

Bitte beachten Sie, wann Sie besser keinen Ingwer zu sich nehmen sollten!

Dekokt bei fieberhaftem Infekt, Erkältung

Ebenfalls im Buch von Dr. Ernst Schrott findet sich eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Abkochung:

Geben Sie je einen halben Teelöffel Kreuzkümmel (Cuminum cyminum, Kumin), Ingwerwurzelpulver und Korianderpulver in 100ml Wasser. Kochen Sie das Ganze bis auf 25 ml ein. Dann abseien und gut warm trinken.

Bei einem grippalen Infekt mehrmals täglich immer frisch zubereitet 25 ml trinken.

Erkältungstee – auch zum Inhalieren

Eine einfache aber wirkungsvolle Teezubereitung bei fieberhafter Erkältung, Schnupfen und Bronchitis ist die folgende:

  • Lindenblüten     40,0 g
  • Kamillenblüten  30,0 g
  • Salbeiblätter       15,0 g
  • Thymiankraut     15,0 g

Geben Sie 1-2 Teelöffel der Mischung in ca. 150ml kaltes  Wasser. Dann erst langsam zum Kochen bringen. 10 Minuten ziehen lassen und dann abseien.

Hiervon können Sie nach Bedarf 1-3 Tassen pro Tag trinken.

Sie können auf oben beschriebene Weise auch eine größere Menge der Mischung ansetzen und den Dampf inhalieren.

Sollte Ihnen Ihre Apotheke die Kräuter nicht in angegebener Weise zusammenstellen können, bin ich Ihnen gerne bei der Beschaffung der Teemischung behilflich.